Geboren am 13. Januar 2335, 12 Tage vor der Unterzeichnung des Waffenstillstandes zwischen GTA und PVE in Delta Serpentis, wuchs Ole Tuketu in der Zeit auf, die heutzutage als 'Reconstruction'-Ära bezeichnet wird. 14 Jahre Krieg gegen die vasudaner und drei Monate Kampf gegen die Shivaner hatten die bekannten Systeme verwüstet. Die Verluste waren enorm, der Kontakt zur Erde abgebrochen, Vasuda Prime zerstört. Doch für diejenigen, die nun aufwachsen sollten, waren all diese Verheerungen fast schon unbedeutend, kannten sie doch nichts anderes. Für sie war der Wiederaufbau weniger bedrückend als für jene, die alles verloren hatten. Sie sahen Fortschritt, wo andere Zerstörung sahen. Natürlich war dies nicht bei allen so, wie man später feststellen sollte, doch sowohl bei den terranern, als auch bei den vasudanern - insbesondere bei jenen - dieser neuen Generation war die Hoffnung groß, dass eine Zeit des Friedens anbrechen würde. Tuketu trat schließlich, als er 24 war, in den Dienst der neugegründeten GTVA ein. Anfangs noch Pilot für Transporter und Versorger, später Navigationsoffizier eines Kreuzers der Fenrisklasse, wurde Tuketu schliesslich, 2364, als Kommandant der GTC Cross, eines Kreuzers der Leviathanklasse vorgeschlagen. Zwei Jahre später, beim Ausbruch der NTF-Rebellion in Polaris, war die 6. Flotte auch weiterhin in Epsilon Pegasi stationiert, mit der Aufgabe, den Sprungknoten nach Polaris zu sichern und ein Einfallen der NTF zu verhindern. Die 'Cross' war dabei dabei, ebenso wie viele andere der als veraltet geltenden Schiffe, ursprünglich nur ein Reserveschiff der Blockadeflotte, ihr Einsatz galt als unwahrscheinlich. dies änderte sich jedoch dramatisch, als erste NTF-Kampfgruppen sich als wesentlich größer und bedrohlicher erwiesen als angenommen. Als es vizeadmiral Koth schließlich im August 2366 gelang, eine weitere Großoffensive in Epsilon Pegasi zu starten und dabei 75% der dort statinierten Streitkräfte zu vernichten, fiel auch die GTC Cross den Angreifern zum Opfer. Der aufgrund der hohen Verluste zwischenzeitlich zum Konteradmiral beförderte Tuketu und seine Mannschaft konnten zwar vom waidwundgeschossenen Kreuzer evakuiert werden, doch die 'Cross' war endgültig Geschichte. Konteradmiral Tuketu erlebte die befreiung Epsilon pegasis jedoch nicht an Bord eines neuen Schiffes unter seinem Kommando, sondern als kampfgruppenkoordinator der 6. Flotte an Bord der zwischenzeitlich fertiggestellten GTVA Colossus. Die Freude über den Sieg währte jedoch nicht lange, gab es doch schon bald Hinweise auf eine Rückkehr der Shivaner. Jene, die wie Tuketu nach dem Großen krieg geboren waren, waren anfangs zuversichtlich: Strahlkanonen, neue Jäger, stärkere Bomben als je zuvor und nicht zuletzt die für diesen Moment gebaute 'Colossus' rückten einen Sieg in greifbare Nähe. Doch es sollte sich herausstellen, dass dieser Optimismus verfrüht war. Tuketu jedoch erlebte vom zweiten großenm Krieg nicht mehr viel. Zwar bekam er ein neues Kommando, dieses mal an Bord einer GTCv Deimos, der 'Unicorn', doch wurde diese, zusammen mit den kläglichen Überresten der ehemaligen 6. Flotte, abbeordert, um Alpha Centauri und Deneb von den Streitkräften der NTF zu säubern. Und an dieser front verlief der Krieg auch positiv. Doch jedem Erfolg gegen die NTF folgte, so schien es, eine weitere Niederlage im Kampf gegen die Shivaner, letztendlich mündend in die Zerstörung Capellas.
Was nun folgte, war Tuketu und seinesgleichen - im unterschied zum Krieg gegen die Shivaner - sehr wohl bekannt: Wiederaufbau. Natürlich war dieser anders als jener zuvor, doch waren die Ähnlichkeiten größer als mancheiner zuzugeben bereit war. Die 6. flotte wurde, so gut es die angespannte Lage zuliieß wieder auf Vordermann gebracht, doch was nun viel wcihtiger war als der bau von kriegsschiffen, war die Schaffung neuen Lebensraumes für Millionen von flüchtlingen und die gewinnung neuer Ressourcen. Was Konteradmiral Tuketu jedoch wesentlich direkter betraf, war seine Beförderung zum Vizeadmiral. Die Verluste im Kampf gegen die NTF, durch Meuterei und Fahnenflucht ebenso wie durch den Tod im Kampf, als auch die Verluste im kampf gegen die Shivaner, ermöglichten es zu dieser Zeit vielen, oftmals noch sehr jungen, Offizieren in der Rangleiter aufzusteigen - so auch Vizeadmirasl Tuketu.
tbc