Diese kleine Einführung soll neuen Spielern helfen schnell Fuß zu fassen und sich im Spiel zurecht zu finden. Das Befolgen der hier aufgeführten Schritte ist natürlich kein muss. An einigen Stellen stelle ich auch unterschiedliche Spielkonzepte vor, also seht es einfach als eine Reihe von Möglichkeiten, die alle irgendwo ihre Vor- und Nachteile haben.
Wenn Du das Ingametutorium hinter Dich gebracht hast, dann sollte Dein Asteroid nun einen Eigennamen haben und Du solltest die grundlegenden Anzeigen und Schalter kennen gelernt haben. Einige wichtige Punkte zu Beginn, die einen leicht ratlos ins IRC treiben können:
- Energie ist speicherbar, Dein Asteroid kann bis 1000 Energie "einlagern" danach verfällt der Überschuss. Du kannst die Energie stattdessen in Batterien einlagern, die Du in der Kommandozentrale erst herstellen und dann laden kannst. An der gleichen Stelle kannst Du sie auch wieder in den allgemein verfügbaren Vorrat entladen. Aber Vorsicht, die Herstellung von Batterien verbraucht Platin, das sehr leicht knapp wird. Man sollte immer zumindest eine ausgeglichene Bilanz haben, am besten natürlich einen Überschuss, da man später zum Bauen von Schiffen Energie benötigt.
- Es gibt keine automatische partielle Produktion, d.h. wenn Deine Erzverarbeiter zum Beispiel drei Erz mehr umsetzen könnten, als Deine Minen produzieren und die Lager sind leer, dann wird die Produktion nicht um die fehlenden drei Erz verringert, sondern komplett eingestellt!
Sollte also ein Mangel bei leerem Lager angezeigt werden auf jeden Fall Verbraucher von Hand deaktivieren, bis Du wieder eine mindestens ausgeglichene Bilanz hast.
Glücklicherweise sind Forschungszentrum und Werft von dieser Abschaltung nicht betroffen um Schiffbau und Forschungsaufträge brauchst Du Dir also keine sorgen machen, wenn sie einmal laufen.
- Außerdem sollte man bei der Nahrungsproduktion immer bedenken, dass man auch die Crew auf den Schiffen versorgen muß ( 1 Bewohner verbraucht 1 Nahrung pro Tick ). Jedoch muß man hierzu keine Nahrung auf den Schiffen lassen, da alle Schiffe unabhängig vom Standort Nahrung aus dem Nahrungspool erhalten, wobei die Asteroiden direkt in den Nahrungspool transferieren (Wieviel Nahrung du insgesamt noch besitzt siehst du auf der Übersichtsseite).
So nach der ganzen Theorie stellt sich jetzt erstmal die Frage, wie man die ganzen Rohstoffe auf Deinem Asteroiden sinnvoll einsetzt. Zunächst gilt es die Produktion in Schwung zu bringen. Im späteren Spiel kann man sich auch für das Konzept der spezialisierten Asteroiden entscheiden, zu Beginn wirst Du aber Zwangsläufig einen Allroundasteroiden aufbauen müssen. Ich habe den Aufbau hier in verschiedene Phasen gegliedert, die sich teilweise über eine ganze Reihe Ticks erstrecken.
Phase 1:
Nachdem Kolonisieren eines Asteroiden, sollte man noch 300 Deuterium vom Tanker (Zephyrus/Anuket) auf den Asteroiden transferieren. Dazu mit dem Frachter den Nebel mit Deinem Tanker anfliegen *link auf den Flugkurs*, Deuterium transferieren und mit dem Tanker zum Asteroiden fliegen. Nachdem Transfer auf den Asteroiden sollten folgende Mengen vorhanden sein:
Nahrung |
100.000 |
Deuterium |
996 |
Kunststoffe |
1.066 |
Titan |
1.324 |
Uran |
508 |
Adamatium |
200 |
Platin |
200 |
Silizium |
604 |
Xentronium |
100 |
Als neuer Kolonist erhältst Du neben den Startrohstoffen auch gleich noch einen Satz Gebäude, bei späteren Besiedlungen mit Kolonieschiffen (z.B. der GtCol HEPHAISTOS) wirst Du im Gegensatz dazu nur eine Kommandozentrale vorfinden.
Jetzt stehen Dir jedoch schon
3 x Mine
2 x Erzverarbeitungsanlage
2 x Reaktor ( Uran )
1 x Hydroponicfarm
1 x Wohnkuppel
1 x Forschungszentrum
1 x Kunststofffabrik
zur Verfügung.
Zusätlich sollte man jetzt noch
3 x Mine
2 x Erzverarbeitungsanlage
1 x Reaktor ( Uran )
1 x Hydroponicfarm
1 x Wohnkuppel
nachbauen.
Mit dem Forschen (benötigt: Silizium ) sollte man sofort beginnen. Zunächst sollte man seinen Forschungsschwerpunkt darauf setzen eine Werft errichten zu können, denn ohne Schiffe geht es schon bald nicht weiter.
Forschungsreihenfolge:
Titanveredlung -> Fortgeschrittene Computer -> Werftsysteme -> Fusionsreaktor-Konstruktion
Jetzt produziert man Titan, Uran, Platin und Silizium und hat einen Produktionsüberschuß an Nahrung mit dem die Crews auf den Schiffen automatisch versorgt werden (Wieviel Nahrung du insgesamt noch besitzt siehst du auf der Übersichtsseite). Die zusätzliche Wohnkuppel stellt freien Wohnraum bereit, der sich automatisch während der nächsten Ticks mit Bewohnern füllt, so daß Dir auch für weitere Ausbauten Arbeiter zur Verfügung stehen.
Phase 2:
So, jetzt sollte man den Asteroiden weiter ausbauen und die Rohstoffproduktion erhöhen. Entscheidend ist es gleichzeitig eine positive Produktionsrate für alle Rohstoffe ( außer Deuterium ) zu behalten. Titan ist zunächst der Schwachpunkt, später werden erfahrungsgemäß Silizium und Kunststoff knapp. Laß Dich hier nicht von dem großzügigen Rohstoffvorrat, den Du als Neueinsteiger bekommst, täuschen. Daher ist eine Erweiterung um
1 x Reaktor ( Uran )
1 x Kunststofffabrik
1 x Hydroponicfarm
1 x Wohnkuppel
3 x Mine
2 x Erzverarbeitungsanlage
zu empfehlen.
Auch wenn der Titanveredler zwischenzeitlich zur Verfügung steht, wirst Du zu diesem Zeitpunkt das Titan dringender benötigen. Daher kannst Du Dir den Bau vorerst noch sparen. Bei einigen Gebäuden stehen Dir später verbesserte Varianten zu Verfügung, allerdings solltest Du Dich auf keinen Fall blind darauf verlassen, daß sie auch für Dich in diesem Moment die beste Wahl sind. Die verbesserte Erzverarbeitungsanlage zum Beispiel kann sich zu Beginn nachteilig auswirken, wenn Du den höheren Ausstoß an einfachen Metallen noch dringender benötigst als die zusätzlichen höherwertigen Metalle des verbesserten Modells und Platz noch kein Problem für Dich darstellt. [[br]] Der jetzt entstandene Deuteriumverbrauch von -6 ist auch problemlos zu decken, es empfiehlt sich den Frachter nur alle 2-3 Ticks pendeln zu lassen, um Uran zu sparen.
Phase 3:
Nach dem Errichten der Werft und dem Bau von ein bis zwei Titanveredlern sollte man einen weiteren Tanker bauen. Da man jetzt 2 Tanker hat, kann man in der Energieerzeugung von Reaktoren ( Uran ) auf Fusionsreaktoren umsteigen, weil diese einerseits effektiver sind und andererseits der nun erhöhte Deuteriumverbrauch mit 2 Tankern zu decken ist. Außerdem wäre es gut noch 1-2 Kunststofffabriken zu bauen und sich bei Bedarf auch einen 3. Tanker zuzulegen sowie die Nahrungsproduktion zu steigern.
Phase 4:
Nun sollte der Asteroid, abgesehen vom Deuterium-sammeln halbwegs selbständig laufen und einigermaßen viele Rohstoffe abwerfen. Deshalb sollte man sich neben kleineren Bautätigkeiten vor allem auf die Forschung konzentrieren. Zu Beginn ist es sinnvoll in Forschungen zu investieren, die wirtschaftlichen Nutzen bringen.
Xentroniumherstellung -> Thermalbohrer -> Isochips
Nachdem man Isochips erforscht hat, sollte man eine Chippresse bauen und Isochips produzieren um weiter forschen zu können. Außerdem ist auch die Umstellung auf Thermalbohrer bzw. Verbesserte Erzverarbeiter sehr sinnvoll. Wenn Du bereits Kolonieschiffe bauen kannst oder Kontakt zu anderen Spielern bekommen hast die Dich etwas unterstützen, solltest Du zunächst die alten Gebäude auf dem Startasteroiden weiterproduzieren lassen und mit dem Ausbau neuer Asteroiden beginnen. Dazu sollte man einen GTCol Hephaistos bauen und einen neuen Asteroiden besiedeln. In dieser Phase ist es ratsam, sowohl Dockanlagen als auch Tritonfrachter zu erforschen, um weitere Frachter bauen zu können.
Dockanlagen -> Tritonfrachter
Die Anordnung der Asteroiden hängt zum einen von der Verfügbarkeit freier Asteroiden und deinem persönlichen Geschmack ab. Wenn Du mit spezialisierten Astis arbeiten willst, solltest Du darauf achten, dicht beieinanderliegende Standorte zu wählen, da Du die Rohstoffe entsprechend zu den Verbrauchern fliegen mußt. Einzig Nahrungsasteroiden fallen aus diesem Schema heraus, sie können theoretisch überall liegen, da Du sie nur in der Ausbauphase anfliegen mußt. Die Produktion landet dann ja einfach direkt im Nahrungspool. Es empfiehlt sich das Com-Net im Auge zu behalten, da Du hier vielleicht Informationen über Vorgänge in Deiner Nähe bekommst (Piratenaktivität, Konflikte zwischen Spielern u.ä.). Auch Erkundungsflüge mit dem Frachter können Dir verraten wir dicht Deine Umgebung besiedelt ist. Freie Asteroiden mit einem Eigennamen sind vorher schon einmal besiedelt gewesen und vielleicht hat der Vorgänger Gebäude hinterlassen, so dass sie ein sehr interessantes Zielobjekt für Deine Kolonischiffe sind. Allerdings solltest Du dann darauf achten, ob ein anderer Spieler Schiffe vor Ort hat, dass muß zwar nicht zwingend bedeuten, dass dieser den Asti auch besiedeln will, aber eine kurze Anfrage per PN kann hier nicht schaden. So vermeidest Du Konflikte und gewinnst vielleicht sogar Kontakt zu einem erfahrenen Spieler, der Dir bei Problemen weiterhilft.
Phase 5:
Nach dem Erforschen von Isochips sollte man Richtung Unterirdische Komplexe weiterforschen, wobei die meisten der kommenden Forschungen neben Silizium nun auch Isochips erfordern:
Xentroniumverarbeitung -> Unterirdische Komplexe
Jetzt stellt man seinen Asteroiden auf Wohnpyramiden, Tiefenreaktor und Unterirdische Farmen ( Vorsicht: Maximal 5 unterirdische Komplexe pro Asteroid ) um. Während des Forschen sollte man seine weiteren Asteroiden ausbauen und bei Bedarf seine Flotte erweitern.
Phase 6:
Mittlerweile hat man als Siedler ein gutes Fundament aufgebaut und sollte sich ab diesem Status auch selbständig durchschlagen können. Man sollte sich nun darauf konzentrieren weitere Asteroiden zu besiedeln, was sehr wichtig ist, und seine Flotte, auch militärisch, aufzustocken, wobei man hierfür militärische Forschungen benötigt, um stärkere Kriegsschiffe, aber auch Munition (z.B. Raketen) bauen zu können. Außerdem sollte es mittelfristig das Ziel sein Ganymedstationen zu erforschen, was die Vorraussetzung für militärisch starke Schiffe ist. Allerdings verliert man damit auch den Schutz durch das GCP.
E wäre auch ratsam sich einer Allianz anzuschließen oder eine zu gründen, wofür man jedoch 2 weitere Spieler benötigt. Man kann aber auch als Einzelperson gut durchkommen.
Das Mitbieten bei GTU-Versteigerungen ist aufgrund der zum Teil horrenden Preise nur ratsam wenn man es sich erlauben kann. Andererseits kann man durch das Versteigern von eignen Schiffen in der GTU durchaus RE verdienen. Aber vorsicht, die GTU kassiert 10% des Erlöses als Gebühr. Wenn Du ein Schiff ersteigern solltest, dann achte darauf, das richtige System als Lieferadresse zu wählen und bedenke, dass das Schiff zwar mit Energie, aber ohne Treibstoff geliefert wird. Seine Reichweite ist also limitiert und eventuell musst Du einen Frachter mit dem entsprechenden Treibstoff entgegenschicken (Die Schiffe erscheinen an dem GTU Handelsposten, der den Zusatz „Dropzone“ trägt).
Der Core eines Asteroiden kann drei Typen von Gebäuden aufnehmen: Autarkie, Multifusionskern und Erzverarbeitungskomplex. Während die Autarkie Lebensmittel, Wohnraum und geringe Mengen Energie liefert und der Erzkern Dich mit einem soliden Grundstock an Metallen versorgt ist der Wert eines Multifunktionskerns sehr begrenzt. Die entsprechende Energiemenge lässt sich auf Problemlos mit einigen Antimateriereaktoren erzeugen, so dass den anderen Kernen der Vorzug gegeben werden sollte. Vorsicht ein einmal errichteter Kern ist nur sehr teuer wieder zu entfernen und im Normalfall ist es einfacher und billiger einen anderen Asteroiden zu besiedeln und auszubauen, als einen Kern entfernen zu lassen.