Der Terranisch - Vasudanische Krieg (2320-2335)

Kurz nach dem ersten Kontakt zwischen Terranern und Vasudanern brach ein Krieg aus, der 14 Jahre dauern sollte und beiden Rassen enorme blutige Verluste brachte. Allerdings lernten beide Seiten hier wichtige Grundlagen des Interstellaren Krieges und erfuhren von den Vorteilen, die eine Untersuchung der gegnerischen Technik mit sich bringen.

2320:

  • März: Der erste offizielle Kontakt zwischen der GTA und dem PVR.
  • April: Treffen der Diplomaten beider Völker im Antares-System.
  • April: Der Antares-Vertrag wird beschlossen - in diesem Vertrag werden territoriale Ansprüche beider Seiten festgelegt, der Vertrag sollte dann von beiden Völkern ratifiziert werden, wozu es jedoch nicht kam.
  • Juli: Der Antares Vertrag wird in den Parlamenten beider Völker abgelehnt. Die GTB Gaia (Orion-Klasse Zerstörer) wird in Dienst gestellt. In der Folgezeit stehen sich die Militärs beider Seiten argwöhnisch gegenüber.

2331:

  • Januar: Der vasudanische Prinz Ari'ekh stirbt nach einem Gefecht mit Drogenschmugglern (Drug-Gang-Incident). Vasudanische Politiker klagen GTA an und fordern eine Untersuchung.
  • Februar: Die Diplomaten Carl Truant und Salh Mesh treffen sich abermals im Antares-System - dieses Treffen endet in einem Massaker, dessen wahrer Grund nie bekannt wird. Die offizielle vasudanische Begründung spricht von einem groben Verstoß gegen "die Konversation" - dem komplexen Regelwerk vasudanischer Gesprächskultur. Gerüchten zufolge soll einer der Gefolgsmänner der terranischen Delegation die Vaudaner als "Karpfenfressen" bezeichnet haben, was von den ungleich leistungsfähigeren vasudanischen Translatoren auch prompt wiedergegeben werden konnte. Am nächsten Tag wurde von beiden Seiten der Krieg erklärt. Die ersten Kampfhandlungen zeigten rasch, dass die Parteien einander ebenbürtig waren.
  • April: Der vasudanische Angriff auf das Sol-System endet in einer Niederlage für die Angreifer. Massgeblich daran beteiligt war die erste Flotte unter dem Flaggschiff GTD Gaia.
  • Mai: Die Vasudaner beginnen mit dem Bau der ersten Zerstörer der Thanatos-Klasse.
  • September: Der erste dieser neuen Zerstörer, die PVD Thanatos wird nach einer Rekord-Bauzeit von nur fünf Monaten fertiggestellt.

2322:

  • November: Offizielle Stellen der GTA sprechen davon, dass dieser Krieg lange dauern könnte - und führen die allgemeine Wehrpflicht wieder ein. Die ersten Leviathan Kreuzer laufen vom Band.

2323:

  • März: Erste Schlacht um den Antares-Vasuda Sprungpunkt. Zum ersten Male dringen terranische Schiffe bis in das Vasuda-System vor, werden aber sofort zurückgeschlagen und können auch den Jumpnode im Antares-System nur vier Wochen halten.

2324:

  • Juni: Schlacht um Vega III. Bei dem Versuch hinter die terranischen Linien zu kommen, greift die Vasudan-Pariamentary-Navy (PVN) das terranisch besiedelte Vega-System an. In dieser Schlacht kommt es zu den bisher höchsten Verlusten auf beiden Seiten - Schätzungen sprechen von 100.000 Gefallenen insgesamt. Die PVF wird zurückgeschlagen, doch fehlt der GTA die Kraft zu einem Gegenangriff.

2326:

  • August: Die ersten Savior-Klasse Zerstörer werden von der PVF in Dienst gestellt. Im Laufe der nächsten zwei Jahre ersetzten die Vasudaner alle Thanatos-Zerstörer gegen diesen neuen stärkeren Typ.
  • Oktober: Zweite Schlacht um Antares-Vasuda Sprungpunkt. Die PVD Savior unter Prinz Sheimakh erlebt ihre Feuertaufe und bricht durch die terranischen Linien. Die Vasudaner errichten einen Brückenkopf in diesem System.
  • November: Schlacht um Gulnara. Beim Ausbau ihrer Stützpunkte werden die Vasudaner überraschend von der zweiten terranischen Flotte angegriffen - dieser unerwartete Gegenangriff treibt die PVF zum Mond von Antares IV, Gulnara, zurück. In dem folgenden fünftägigen Gefecht verlieren die Vasudaner weiter an Boden und müssen sich bis zum Sprungpunkt zurückziehen. Diese Niederlage wird von der Führung der GTA als Zeichen eines baldigen Sieges angesehen und eine neue Offensive vorbereitet. Die Produktion der Leviathan-Kreuzer wird eingestellt.

2327:

  • Januar: Unter der Vorstellung einer terranischen Invasion im Vasuda-System wird das vasudanische Parlament nach Alpha Centauri verlegt, wo es bis zum Ende des Krieges bleibt. Kurze Zeit später kommt es zur dritten Schlacht um den Antares-Vasuda Sprungpunkt. Die Reste der PVF-Flotte in diesem System werden vernichtet und die Terraner erreichen das Vasuda-System.
  • February: Der "Blutschwur von Garib Thau" verhindert nicht, dass die PVF aus dem Vasuda-System vertrieben wird. Selbst der Verlust der GTD Constitution, die von vasudanischen Kamikaze-Bombern zerstört wird, kann dies nicht verhindern. Die GTA bereitet eine Invasion auf Vasuda Prime vor.
  • März: Schlacht um Talnia. Bei dem Versuch die terranische Invasion des Vasuda-Systems zu rächen, gelingt es einer vasudanischen Kampfgruppe die sechste terranische Flotte zu schlagen und die Versorgungsbasen dort zu zerstören. Dieser Erfolg führt dazu, dass die PVF der GTA wichtige Nachschublinien abschneiden kann, die die terranischen Streitkräfte entscheidend schwächt.
  • April: Die katastrophale Nachschublage führt auf terranischer Seite dazu, dass die Belagerung von Vasuda Prime aufgegeben werden muss. Ein weiterer Angriff der wiedererstarkenden PVF treibt die Terraner aus dem Heimatsystem und beendet die Drohung einer Landung auf "heiligem vasudanischen Boden". Die Produktion der Leviathan wird wieder aufgenommen, nachdem Bewaffnung und Panzerung des Typs entscheident verbessert wurde.

2328:

  • Februar: Nach einigen Scharmützeln bereitet die PVF eine großangelegte Offensive gegen mehrere terranische Systeme vor. Religiöse Führer zwingen jedoch die vasudanische Führung zu einem Waffenstillstandsangebot an die GTA, was diese gerne annimmt. Die GTA nutzt die Zeit des Waffenstillstands um ihre deffensiven Linien zu verstärken. Der Waffenstillstand endet als er mehrfach von beiden Seiten gebrochen wird lange vor seiner geplanten einmonatigen Laufzeit.
  • März: Schlacht um Ribos. Durch Verrat erfährt die GTA von dem bevorstehenden vasudanischen Angriff auf Ribos und schlägt während der Vorbereitungen der Vasudaner zu. Die PVD Savior, der Stolz der VPB, wird mitsamt ihrer Besatzung vernichtet.

2329:

  • Januar: Da es zu einigen empfindlichen Niederlagen gekommen war, bot das PVR der GTA einen Waffenstillstand zum Zweck der Aushandlung eines Friedensvertrages an. Diese Verhandlungen dauerten nur einen Tag und scheiterten an der Frage, wer an diesem Krieg schuld war. Dennoch dauerte der Waffenstillstand bis zum nächsten Monat an. Beide Seiten nutzten ihn zur Verstärkung ihrere Positionen.
  • August: Schlacht um den Deneb-Sirius Sprungpunkt. Überraschend zwingen GTA-Streitkräfte die PVR zu einem Rückzug am Deneb-Sirius Sprungpunkt - nur um kurz darauf von einer starken Kampfgruppe der Vasudaner vernichtet zu werden. Man war genau in die sich vorbereitende vasudanische Invasionsflotte hineingeflogen. - Diese Niederlage ist die erste, von vielen, die die GTA in den Folgemonaten einstecken muss.
  • Dezember: Die schweren Niederlagen, die rund ein Viertel der operativen Schiffe gekostet hatten zwangen das Oberkommando der GTA zu einem Waffenstillstandsangebot, welches von dem PVR angenommen wurde. Zum ersten Male in diesem Krieg kam es an Weihnachten zu keinen Kämpfen. Eine Offensive der Terraner nach dem Bruch des Waffenstillstands beweist aber, dass es noch zu früh für einen Frieden war.

2330:

  • Juni: Belagerung von Beteigeuze. Nach einer starken Offensive war es den Vasudanern gelungen, Antares und Beta Cygni zu nehmen und zu halten. Prinz Khasurma entschied sich, Beteigeuze zu belagern und zur Übergabe zu zwingen. Während der sechsmonatigen Belagerung erlitt die PVF große Verluste, was dazu führte, dass die GTA in der sogenannten November-Offensive den Belagerungsring von außen durchbrechen konnte und die Vasudaner bis Dezember sogar aus Beta Cygni vertreiben konnte.

2331:

  • Januar: Kollaps der Talina Sprungpunkte. Obwohl diese Sprungpunkte instabil waren, hatte sich die GTA ihrer bedient, um hier große Verorgungsbasen einzurichten. Ende 2330 wurden diese aber von einer PVF-Kampfgruppe angegriffen und teilweise evakuiert. Im Januar hatten Wissenschaftler beider Seiten erkannt, dass die Sprunpunkte innerhalb weniger Wochen kollabieren würden. Die Kommandeure der GTA- und der PVN-Streitkräfte schlossen einen separaten Waffenstillstand und evakuierten gemeinsam das System - in beiden Fällen wurden die Kommandeure später in einem Kriegsgerichtsverfahren angeklagt, verurteilt und hingerichtet. Die Anklage lautete jeweils: Verrat ...
    Die Talina Sprungpunkte kollabierten am 29.1.2331 - die Hoffnung, dass sich die Nodes restabilisieren würden und das System wieder erreichbar werden würde, erfüllte sich nicht. Und nach dem Kollaps des Sol-Delta Serpentis Sprungpunktes wurde das System als unerreichbar aus den Karten gestrichen.
  • März: Der Versuch, erneut Friedensverhandlungen zu führen wurde vom vierten Waffenstillstand begleitet - doch auch diese Hoffnung scheiterte kläglich.
  • November: Der Umstand, dass bei beiden Völkern zur gleichen Zeit Wahlen stattfanden, führte zum fünften und letzten Waffenstillstand vor den Auftauchen der Shivaner. Die regierenden Parteien hatten sich hierauf geeinigt in der Hoffnung, bei den Wahlen an der Macht bleiben zu können. Doch in beiden Völkern war die Bevölkerung längst kriegsmüde und wählte die jeweilige Opposition - Haß und Rachegefühle waren jedoch so stark, dass es immer wieder zu Übergriffen kam und schließlich wurde der Krieg fortgesetzt.

2332:

  • Januar: Nach seiner Antrittsrede forderte Senator Keffenaugh man müsse die Vasudaner "ausbluten", um den Krieg zu gewinnen. Ähnliche Äußerungen vasudanischer Würdenträger zeigten, dass dieser Krieg in die Phase einer Stagnation geraten war, in der keine Seite einen entscheidenden Vorteil oder gar einen Sieg erreichen konnte.
  • März: Pläne eines neuen Zerstörertyps, der Typhoon, wurden vom Hauptquartier der PVF akzeptiert und der Bau dieser neuen Kriegsschiffe begann im Altair-System.

2333:

  • März: Fast auf den Tag genau ein Jahr später wird die PVD Typhoon in Dienst gestellt - Ihr erster Auftrag: Eroberung der Vega
  • April: Der Vega Feldzug. Das erste Zusammentreffen der GTA-Flotten mit der Typhoon endet mit dem Verlust der GTD Eisenhower und der Niederlage der vierten Flotte. Der Gegenangriff der GTA wirft die Vasudaner wieder zurück, doch erreicht wird das nur unter unglaublich hohen Verlusten.

2334:

  • Juni: Schlacht um den Vega-Deneb Knoten. Die letzte große Schlacht des 14-jährigen Krieges endet mit der Rückeroberung des Vega-Deneb Sprungpunktes durch die Teraner. In dieser Schlacht geht die erste Typhoon der PVF verloren.
  • September: Während eines Angriffs, dessen Ergebnis beide Seiten verblüfft, geht eine zweite Typhoon verloren.

2335:

  • 8. Januar: GTA beginnt mit der Operation Thresher, ebenfalls unter der fünften Schlacht um den Vasuda-Antares Sprungpunkt bekannt. Die enormen Verluste lassen diese Operation bereits nach dem zweiten Tag fehlschlagen.
  • 15. Januar: Die Shivaner attackieren Vasudaner und Terraner nahe des Antares-Ribos Sprungpunktes. Der Verlust der PVC Taurus und der GTSC Plato führen zum Waffenstillstandsangebot der PVF am 18.1.2335.
  • 25. Januar: GTA und PVR unterzeichnen einen Waffenstillstand, sowie einen Nichtangriffspakt auf der Basis des Antares-Vertrages. Der 14-jährige Krieg ist offiziell beendet.

Die Geschichte des Krieges zeigt an vielen Stellen, dass die Unterschiede in den Denkweisen zwischen Vasudanern und Terranern nicht sehr groß sind und dass die beiden Völker mehr gemein haben, als der erste Anschein glauben macht.

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