The story so far..
Nach dem zweiten großen Krieg war die GTVA in Aufruhr: Ein System komplett verloren - Millionen Flüchtlinge. Obdachlos, ohne Nahrung, ohne Job, alles Hab und Gut verloren. Hungersnöte waren an der Tagesordnung. Raub, Mord, sich ausbreitende Seuchen und plündernde Banden die anderen Probleme.
Das alles änderte sich von einem Tag auf den Anderen. In der Senatssitzung 1750 vom xx.xx.xxxx wurden die sogenannten "Gesetze zur Wiederherstellung der Ordnung im gesamten besiedelten Gebiet" verabschiedet - kurz GWO. Mit dem Inkraftreten der GWO war die GTVA quasi Geschichte. An ihre Stelle trat das GCP und es präsentierte sich mit einem Knall. Innerhalb kurzer Zeit wurden radikal Zivilisten eingezogen - die Anzahl der Soldaten verfünfachte sich dadurch. Zusätzlich wurden dem Militär umfangreiche Befugnisse erteilt - Standgerichte waren an der Tagesordnung und innerhalb von wenigen Wochen war die Ruhe wiederhergestellt. Der Preis allerdings war hoch. Tausende wurden direkt hingerichtet, weitere Zehnausende sollten fliehen. Während dieser Unruhen zeigte es sich, dass der Effekt von eingesetzten Truppen höher war, wenn sie der jeweilig anderen Spezies angehörten - so wurden gerne Terraner gegen rebellierende Vasudaner und Vasudaner gegen aufrührerische Terraner eingesetzt.
Vermutlich war es dieses Vorgehen, das nicht nur die Zivilisation zurückbrachte, sondern auch die Saat sähte, auf der HOL und NTF gedeihen konnten - aber dazu später mehr.
Die offizielle Politik des Commonwealth versuchte durch einige sehr ambitionierte Projekte das Zusammenleben der beiden Spezies zu fördern - einge davon bewährten sich, andere wirken grotesk. Gemischte Raumschiffbesatzungen - finanzielle Anreize zur Ansiedlung im jeweilig anderen Gebiet - Übernahme des terranischen metrischen Systems und der Zeitrechnung als Maßstäbe im gesamten GCP-Gebiet - Einführung von Ereon, einer vereinfachten vasudanischen, primär vom Militär benutzen Sprache als primäre Amts- und Kommandosprache - Anerkennung von Xeno-Lebensgemeinschaften mit einem allgemeinen Adoptionsrecht.
Einige Jahre sah es so aus als würden wir uns erholen. Die Stimmung war gedrückt, aber immerhin herrschte Ruhe. Aufkeimende Aufstände wurden schnell niedergeschlagen, die Polizeigesetze eisern durchgesetzt. Die Shivaner waren beinahe schon vergessen und man blickte vorsichtig optimistisch in die Zukunft, so schlimm sie auch sein mochte - schlimmer als die Vergangenheit konnte sie nicht werden.
So dachten wir ... Am xx.xx.xxxx erklärten 10 Sternensysteme gleichzeitig ihre Unabhängigkeit vom GCP: Sechs davon die Neugründung der Neo Terranischen Allianz, die anderen lokale Herrschaftbereiche. Das GCP reagierte wie erwartet - Die Notstandsparagraphen der GWO wurden mit aller Härte durchgesetzt und brutal zugeschlagen. Acht Systeme wurden innerhalb weniger Wochen genommen und besetzt - alles sah so aus als würde diese Rebellion ebenso schnell vorbeigehen wie diejenigen zuvor.
Aber dann traf den Koloss der nächste Schlag. Die Gruppierung Hammer of Light, seit Ende des ersten shivanischen Krieges in Vergessenheit geraten, sprengte eine Bombe während einer Sitzung des Senates. Innerhalb weniger Sekunden waren weite Teile der versammelten - großteils terranischen - Führungsriege ausgelöscht. Die meisten vasudanischen Führungskräfte begingen an diesem Tag das Ya'ari-Blütenfest und waren nicht anwesend gewesen.
Mit großen Teilen des Militärs an der Neo-Terra Front gebunden, sahen viele unterdrückte Systeme ihre Gelegenheit. Rebellionen flammten an allen Ecken erneut auf und der lange aufgestaute Hass bahnte sich einen Weg. Notgedrungen wurde die Flotte nach Hause beordert, um den Frieden im Reich aufs Neue herzustellen. In den Systemen Regulus, Epsilon Pegasi und Chyron, die zu den am stärksten besiedelten Systemen gehörten, kam es zu brutalen Kämpfen zwischen den Parteien. Hier wurden auch die zivile Bevölkerung und Infrastruktur schwer getroffen - längst war aus den lokalen Konflikten ein Bürgerkrieg mit mehreren Parteien geworden. In der Folge flüchteten viele Überlebenden auch aus diesen und den umliegenden Systemen.
Diesen Augenblick nutzte die Neo Terranische Front, um zuzuschlagen. Sie übernahm nicht nur binnen weniger Stunden die völlige Kontrolle innerhalb der Neo Terranischen Allianz, sondern starteten mehrere schwere Angriffe auf das wankende Gebilde des Commonwealth. Heftigste Attacken brandeten an die Grenzen, zehntausende Überläufer suchten ihr Heil bei der NTF - Schlimmer als unter der eisernen Faust des GCP konnte es nicht kommen.
Der Paukenschlag folgte auf dem Gipfel der größten Schlacht. Gerade als es aussah, als würden die Streitkräfte des GCP vernichtend geschlagen - fiel der Führer der NTF, Admiral Kusnezow mit seinem Flaggschiff ... Bis heute weiss keiner, wie genau das geschehen konnte, doch dieser Schlag führte zum Abbruch der Schlacht und zum Rückzug der NTF. Einige Tage später trat ein neuer Anführer ans Licht. Seite an Seite mit den Anführern des GCP verkündete er, was niemand für möglich gehalten hatte: Mit dem Friedensvertrag von Epsilon-Pegasi wird der NTF der Status eines eigenen souveränen Sternreiches neben dem des GCP zuerkannt. Die NTF zog ihre Kriegsschiffe zurück und sollte nicht mehr gesehen werden. Auch weite Teile des GCP-Militärs verließen die Gebiete, um sich anderen Unruheherden zuzuwenden.
Hinter den Kulissen sah es freilich anders aus: Weder die NTF noch das GCP dachten auch nur im Traum daran, das jeweilig andere Reich zu akzeptieren. Um den labilen Frieden nicht zu gefährden, besannen sich beide Seiten auf die selbe Strategie: Söldnertruppen. Diejenigen, die im Reich zu gefährlich waren, um sie weiterhin zu behalten, wurden an die Grenze geschickt. Hier sollten sie sich eine neue Existenz aufbauen und ganz nebenbei den ungeliebten Nachbarn weit genug schwächen, um diese Angelegenheit ein für alle mal zu beenden.
Aber nicht nur Söldner und ehemalige Soldaten, sondern auch findige Geschäftsleute, mutige Pioniere, entwurzelte Flüchtlinge und gesuchte Verbrecher suchten ihr Glück in den vom Schicksal gebeutelten Gebieten.
Das ist die Geschichte dieser Leute. Die Geschichte der Drifting Souls in den Lost Lands. Eure Geschichte ...
Nach dem zweiten großen Krieg war die GTVA in Aufruhr: Ein System komplett verloren - Millionen Flüchtlinge. Obdachlos, ohne Nahrung, ohne Job, alles Hab und Gut verloren. Die soziale Ordnung in vielen Systemen war erschüttert. Und auch jene, die scheinbar unbeschadet davon gekommen waren, mussten leiden. Capellas Einwohner, nunmehr heimatlos, strömten in nahezu jedes System. Industrie und Landwirtschaft waren völlig überlastet. Neid, Hunger und Habgier waren an der Tagesordnung. Plünderungen und Überfälle bedrohten diejenigen, die noch etwas hatten, das sie ihr Eigen nennen konnten. Milizen und Bürgerwehren sprossen aus dem Boden, um gegen die ebenso zahlreichen Verbrecherbanden vorzugehen. Es starben annähernd soviele durch Kämpfe wie durch Hungersnöte.
Das änderte sich von einem Tag auf den Anderen. Im März 2368 wurden die sogenannten "Gesetze zur Wiederherstellung der Ordnung im gesamten besiedelten Gebiet" verabschiedet - kurz GWO. Mit dem Inkraftreten der GWO war die GTVA quasi Geschichte. An ihre Stelle trat das Galactic Commonwealth of Planets - eine Regierung, die Recht und Ordnung versprach. Innerhalb kurzer Zeit wurden tausende Zivilisten eingezogen, die diversen Milizen wurden in die Streitkräfte eingegliedert - die Anzahl der Soldaten verfünfachte sich dadurch. Zusätzlich wurden dem Militär umfangreiche Befugnisse erteilt - Standgerichte waren an der Tagesordnung und innerhalb von wenigen Wochen war die Ruhe wiederhergestellt. Der Preis allerdings war hoch. Tausende wurden direkt hingerichtet, weitere Zehntausende sollten fliehen. Misstrauen und Neid verschwanden jedoch nicht gänzlich. Die Vasudaner, deren Systeme weitesgehend von der NTF-Rebellion verschont blieben, misstrauten den Terranern und diese begehrten den scheinbaren Reichtum der Vasudaner. Ebenso wie die beiden Spezies als ganzes ging es auch den einzelnen Systemen. Vega beneidete Polaris, Sirius Epsilon Pegasi und so weiter. Schon bald kämpften Vasudaner gegen Terraner, Terraner gegen Vasudaner.
Die offizielle Politik des Commonwealth versuchte durch einige sehr ambitionierte Projekte das Zusammenleben der beiden Spezies zu fördern - einge davon bewährten sich, andere wirken grotesk. Gemischte Raumschiffbesatzungen - finanzielle Anreize zur Ansiedlung im jeweilig anderen Gebiet - Übernahme des terranischen metrischen Systems und der Zeitrechnung als Maßstäbe im gesamten GCP-Gebiet - Einführung von Ereon, einer vereinfachten vasudanischen, primär vom Militär benutzen Sprache als primäre Amts- und Kommandosprache - Anerkennung von Xeno-Lebensgemeinschaften mit einem allgemeinen Adoptionsrecht.
Neben diesen Interspezies-Programmen stand jedoch noch ein weiteres Projekt auf der Liste des Commonwealth: Daedalus. Die Suche nach Lebensraum für Vasudaner und Terraner. Jedem war klar, dass die Flüchtlinge Capellas, in Raumstationen gepfercht und auf notdürftig hergerichteten Asteroidenbasen lebend, eine neue Heimat brauchten. Und nicht nur sie - hunderttausende Terraner und Vasudaner, die ihre Heime in der NTF-Rebellion oder in den Unruhen der Post-Capella-Zeit verloren hatten, sehnten sich nach einem Platz zum Neuanfang. Dieser Platz, so wollte es das GCP, sollten einige Systeme sein, die man erst kürzlich erkundet hatte und die hinter dem Grenzsystemen Mirfak und Adhara lagen: Asterope, Tarazed, Myia.
Einige Jahre sah es so aus als würden wir uns erholen. Die Stimmung war gedrückt, aber immerhin herrschte Ruhe. Die Umsiedlungsaktion begann, aufkeimende Aufstände wurden schnell niedergeschlagen, die Polizeigesetze eisern durchgesetzt. Die Shivaner waren beinahe schon vergessen und man blickte vorsichtig optimistisch in die Zukunft, so schlimm sie auch sein mochte - schlimmer als die Vergangenheit konnte sie nicht werden. Die neuen Systeme zogen unzählige Siedler an und in den alten Systemen erholte sich die Wirtschaft langsam wieder.
So dachten wir ... 2374 erklärten sieben Sternensysteme gleichzeitig ihre Unabhängigkeit vom Commonwealth. Regulus, Vega, Deneb, Sirius, Polaris, Beta Cygni und Betelgeuse. Die beiden letzteren gründeten die "Planetare Koalition", Regulus erinnerte sich seine Vergangenheit als "Regulus Syndikat" und die übrigen bildeten andere, jeweils unterschiedliche Regierungen aller Art. Das Militär reagierte wie erwartet - Die Notstandsparagraphen der GWO wurden mit aller Härte durchgesetzt und brutal zugeschlagen. Fünf Systeme wurden innerhalb eines Jahres besetzt, Beta Cygni wurde belagert. Nur Regulus, deren Regierung zwischenzeitlich auf die Ideen Aken Boschs zurückgriff und sich nun Neo Terra nannte, leistete erbitterten Widerstand - mit Kräften, die weit über jene hinausgingen, die man ihnen zugetraut hatte - und blockierte so jeden Zugang zu den neu besiedelten Systemen.
Aber dann traf den Koloss der nächste Schlag. Die Hammer of Light, seit Ende des ersten shivanischen Krieges in Vergessenheit geraten, zündete e während einer Sitzung des Senates eine Bombe. Innerhalb weniger Sekunden waren dutzende - zumeist terranische - Senatoren tot. Gerüchte, wonach die vasudanischen Abgeordneten im Vorfeld Warnungen erhielten, machten schnell die Runde und ließen die Rassenkonflikte, die man beseitigt geglaubt hatte, schnell wieder aufleben.
Auch die Schiffe, die derweil gegen die wieder aufgetauchte NTF kämpften, waren davon nicht ausgenommen. Berichte über Deserteure stiegen, Zwischenfälle zwischen terranischen und vasudanischen Flotten häuften sich. Und auch in den übrigen Systemen flammten alte Konflikte an allen Ecken erneut auf. In dieser Situation trat Imperator Khonsu III. auf den Plan. Er erkannte die Notwendigkeit einer geeinten Allianz beider Völker. Unter seiner Führung brach die vasudanische Flotte das Patt in Regulus. Die NTF-Truppen zogen sich schließlich, nach wochenlangen Kämpfen zurück, hinterließen zuvor jedoch Chaos und Zerstörung. Doch der Weg nach Epsilon Pegasi und zu den neuen Systemen war wieder offen. Der Presi den das Commonwealth dafür zu zahlen hatte war jedoch hoch: Die zivile Bevölkerung und Infrastruktur Regulus war schwer getroffen - schwerer noch als die der anderen rebellierenden Systeme. Dutzende kleine Konflikte waren noch immer an der Tagesordnung. Piraten und Verbrecherbanden behinderten den Handelsverkehr in den Grenzsystemen.
In dieser Situation verwunderte es niemanden mehr, dass immer mehr Bürger des GCP in die neuen Systeme drängten. Und niemand war darüber allzu unglücklich, entlastete es doch die inzwischen völlig überbevölkerten Kernsysteme. Staatlich geförderte Umsiedelungspläne gaben jedem, der willig war, die Möglichkeit, die Kernsysteme zu verlassen. Doch noch immer herrschte das Militär im GCP-Raum. Niemand wusste, wohin die NTF-Truppen nach ihrem Rückzug aus Regulus verschwunden waren, geschwiege denn, woher die Regierung Regulus zu Beginn die Ressourcen hatte, um der Kriegsmaschinerie des Commonwealths zu widerstehen - und man wollte ganz sicher kein Risiko eingehen.
Doch auch diese Frage sollte bald beantwortet werden. Scouts, die die neuen Systeme noch immer erkundeten, entdeckten schon bald zwei weitere Systeme. Während sie diese erkundeten, gerieten sie schon bald unter Beschuss von Waffen, die keiner bekannten Klasse entsprachen - die jedoch eindeutig auf Schiffen aus Regulus montiert waren. Aber auch andere Schiffe waren anwesend - diese flogen zwar unter NTF-Flagge, waren aber eindeutig nicht in Regulus gebaut worden. Die Scouts, von den NTF-Schiffen verfolgt, retteten sich nach Epsilon Pegasi, wo sie auf eine Flotte des GCP stießen, die dort gerade Manöver abhielt. Die folgende Schlacht war brutal: Die Commonwealth-Schiffe, obgleich zahlenmäßig überlegen, fielen den unbekannten Waffen der Angreifer reihenweise zum Opfer. Auch ihren Gegnern erging es nicht besser, einer nach dem anderen fiel unter der konzentrierten Feuerkraft der Verteidiger.
Der Paukenschlag folgte auf dem Gipfel der Schlacht. Gerade als es aussah, als würden die Streitkräfte des GCP vernichtend geschlagen - fiel der Führer der NTF, Admiral Kusnezow mit seinem Flaggschiff. Bis heute weiss niemand, wie genau das geschehen konnte, doch dieser Schlag führte zum Abbruch der Schlacht und zum Rückzug der NTF. Einige Tage später trat ein neuer Anführer ans Licht. Unbeeindruckt vom Tod seines Vorgängers erklärte er, dass die NTF sich in die Systeme Gamma Borealis und Sigma Borealis zurückziehen würde - jene Systeme, die die Scouts des GCP zuvor entdeckt hatten. Der Senat, unwillig dies zu glauben und in Erinnerung an die Regulus-Rebellion, entschloß sich jedoch, dennoch zu handeln. Militärisch mochte man es - ohne enorme Verluste - nicht mit der NTF aufnehmen können, doch hatte man noch einen Joker in petto. 2376 kollabierten die Sprungpunkte nach Gamma und Sigma Borealis in Folge der Zündung von je einem dutzend Mesonenbomben - die NTF war eingeschlossen in ihrem eigenen Reich.
Doch man hatte sich geirrt: Die NTF hatte einen Weg gefunden, die Sprungpunkte für sich wieder nutzbar zu machen, ohne dass das GCP sie durchqueren konnte. Scharmützel und Schlachten in dem Grenzsystemen Asterope waren bald an der Tagesordnung. Tarazed hingegen war schon vorher verlorengegangen, aufgegeben unter dem Druck der Piraten und HoL. Umso strenger wurde nun der Zugang nach Mirfak bewacht.
Schon bald erkannte der Senat jedoch, dass er unmöglich die Grenzsysteme und die Kernsysteme halten könnte. Zuviele Brandherde waren zu löschen, zuviel Blut war vergossen worden und die Flotte konnte nicht überall zugleich sein. Und nun trat erneut Khnosu III. auf. Seine Lösung war so simpel und elegant wie gefährlich: Die Siedler der neuen Systeme sollten bewaffnet werden. Allianzen und Milizen sollten gegründet werden, um die NTF-Bedrohung abzuwehren, ohne die Flotte allzusehr in Anspruch zu nehmen. Jedem Bewohner der "Sonderzone Mirfak-Adahar" stand es frei, sich zu bewaffnen. Zwar wurden einige Systeme weiterhin mit harter Hand kontrolliert, andere jedoch waren praktisch rechtsfreier Raum, vom Commonwealth verlassen - die "Lost Lands" ....