Die Terraner stammen von einem kleinen blauen Planeten in einem Spiralarm der Milchstraße, genannt die Erde oder Terra.
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Spezies
Die Terraner sind eine physisch relativ schwache, von Primaten abstammende Spezies, die allerdings hochintelligent und anpassungsfähig ist. Diese Attribute haben es den Terranern möglich gemacht, von affenartigen Nomaden zu einer hochentwickelten, raumfahrenden Spezies zu werden. Die terranische Zivilisation entwickelte sich zu einem Punkt, an dem relativ stabile Nationalstaaten existerten. Mit der Entwicklung der Raumfahrt allerdings erweiterte sich dieses Konzept zu einem Globalstaat.
Mit der Raumfahrt erweiterte die terranische Spezies ihr Wachstum in den Weltraum hinaus, nicht nur im materiellen Sinne sondern auch im philosphischen Sinn. Mit der Zeit entwickelte sich der Globalstaat Terra zu einem interstellaren Staat, der Galactic Terran Alliance. Zu Beginn des Großen Krieges besaß die GTA 12 Kolonien und 15 Außenposten ausserhalb des Sol Systems.
Die Einigung
Irgendwann um 2280 entdeckten die Terraner den Subraum, der es ermöglichte, Distanzen von mehreren Lichtstunden stark zu verkürzen, ohne jedoch die Lichtmauer zu durchbrechen - zunächst wurde der dafür genutzte Raum Freespace, dann auch Subspace oder Hyperspace genannt. Diese Technik erlaubte kurze Sprünge zunächst nur über mehrere Lichtstunden, später auch über Distanzen von einigen Lichtmonaten. Die Hoffnung, nahe gelegene Sonnensysteme, wie Alpha Centauri, zu erreichen, erfüllte sich leider nicht - Subraum-Sprünge sind ausserhalb von Sonnensystemen aufgrund fehlender Gravitationseinflüsse, die den Übergang eines Schiffes in den Subraum vereinfachen, praktisch unmöglich. Der allgemeine Durchbruch kam mit der Entdeckung sogenannter Jumpnodes - diese Gravitationsanomalien erlaubten dann sogar, Sprünge von einigen Lichtjahren Entfernung zurückzulegen (Die weiteste Distanz war zunächst die Strecke Sol -> Wolf 61 mit 63,2 Lichtjahren). In der Folge dieser technischen Entwicklung kam es zu einer massiven Expansion der Terraner in die umliegenden Sternsysteme - Kolonien wurden gegründet, zunächst von verschiedenen Machtblöcken aus dem Sol-System - schliesslich kam es zum sogenannten Unification-War. Der Erdmond hatte die Lunar Republic ausgerufen und sich aus der bereits bestehenden Solaren Konföderation losgesagt. Terra befürchtete nun, dass auf dem Mond leicht Raketenbasen entstehen könnten, die den ganzen Planeten bedrohten. Als sich dann das Mars-Konzil in diesen zunächst diplomatischen Konflikt einmischte - der Mars hatte Ansprüche auf kolonisierbare Planeten im Delta-Serpentis System angemeldet, die von der Solaren Konföderation abgelehnt wurden - eskalierte die Situation. Terra hatte wegen einer Dürreperiode in Asien große innerpolitische Schwierigkeiten und führte am 14. Juni den ersten Raketenschlag gegen die Lunar Republic - die militärische Antwort des Mars führte dann zu den ersten Raumgefechten. Dieser Krieg (2313 - 2316) zwischen den solaren Mächten war der erste große Krieg, der verschiedene Planeten betraf - er endete im September 2316 und führte zur Gründung der GTA (Galactic Terran Alliance). Vier Jahre später, im März 2320, traf die GTA zum erstenmal auf nichtmenschliches Leben, die Vasudaner.
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Die Generation der Verlorenen
Als am 29. März 2335 die Lucifer vernichtet wurde, wurde dabei der einzige Sprungpunkt ins Sol System gekappt. Terra, der blaue Planet, Wiege der Menschheit, war verloren. Und dies war nur der erste herbe Schlag, den die GTA einstecken musste. 2336 führte der Geheimdienst der GTA, die Galactic Terran Intelligence, mit ihrem GTD Hades Superzerstörer einen Putsch gegen die GTA, der aber zum Glück verhindert werden konnte. Trotzdem zerfiel die GTA im Laufe der zeit in einige autonome Blöcke, während die Vasudaner aufblühten.
Die wichtigsten Blöcke waren unter anderem die die Adhara Koalition, Antares Föderation, das Regulus Syndikat und die neue Allianz von Luyten. Nachdem diese sich konsolidiert hatten, begannen sie mit dem langsamen Wiederaufbau. Doch dieser Aufbau war nicht zu vergleichen mit dem rasenden Fortschritten der Vasudaner unter Khonsu II. Da die Terraner wussten, dass sie alleine nicht bestehen konnten, traten verschiedene Regierungen an den vasudanischen Imperator heran und unterbreitetem ihm Ideen einer neuen Allianz. Im Jahre 2345 wurde schließlich die Galactic Terran Vasudan Alliance (GTVA) gegründet. Mitglieder wurden das Vasudanische Imperium und eine Reihe Terranischer Blöcke. Beeindruckt durch die gewaltige Kapazität des neuen Bündnisses traten nach und nach alle terranischen Regierungen der GTVA bei. Im Jahre 2358 schließlich wurden mit Unterzeichnung der Beta Aquilae Konvention (BETAK) die Terranischen Blöcke aufgelöst und die Regierungsgewalt an die Generalversammlung der GTVA übertragen.
Die Terraner unterhielten innerhalb der GTVA ebenso wie die Vasudaner eine eigene Flotte, die aber unter dem Oberkommando der Generalversammlung stand. Technologieaustausch fand statt. Die HoL war in der Operation Templar besiegt worden und die Zukunft sah vielversprechend aus. Doch am Horizont fanden sich Schatten.
Die Erde war für unzählige Generationen das Zentrum der Menschheit gewesen, sowohl in politischer, als auch in kultureller und ökonomischer Hinsicht. Die Zeit wurde immer in Stunden, Tagen, Monaten, Jahren gemessen. Die neu erkundeten Systeme wurden nach Konstellationen aus Sicht der Erde identifiziert. Selbst Leute, die seit Generationen auf Kolonien lebten, bezeichneten sich als "Briten" oder "Franzosen", je nach ihrer ursprünglichen Herkunft. Der Verlust von Sol hatte daher den Effekt, als wäre den Terranern das Herz herausgenommen worden. Dies ging so weit, dass die ältere Generation die Neugeborenen, die nach dem Großen Krieg geboren wurden, als "Die verlorene Generation" bezeichneten. Dies machte sich ein Mann zunutze: Aken Bosh.
Die Neo Terranische Front
Am 17. März 2366 führte Admiral Aken H. Bosh einen Putsch gegen die GTVA in Polaris. Nur Wochen danach schworen Regulus und Sirius Bosh und seiner Neo Terranischen Front (NTF) die Treue. Boshs Vision war die eines Neo Terra, einer neuen Heimat für die Terraner. Nach der NTF Ideologie sollte eine neue Heimat ein Utopia werden, welches an den Glanz der alten Heimat heranreichte.
Polaris sollte dieses Neo Terra werden. Wie die alten Seeleute den Polarstern zur Navigation nutzen, sollte Polaris nun den Weg in eine neue Zukunft weisen. Unglücklicherweise für die GTVA war die NTF Propaganda erfolgreich und verzeichnete hohe Rekrutierungzahlen unter der Jugend von Polaris, Sirius und Regulus.
Ein Grund dafür war, dass Boshs pro-Terraner-Politik sehr anti-vasudanisch eingestellt war. Durch den Neid auf den Wohlstand, den die Vasudaner in ihrem neuen Imperium hatten und aufgrund der Tatsache das die drei Kernsysteme der NTF zu den stärksten Opfern des Post-Kriegs-Chaos gehörten, erwies sich diese Strategie als erfolgreich.
Allerdings konnte die NTF nach einigen Erfolgen sich nicht dauerhaft gegen die GTVA durchsetzen. Vor allem durch den Einsatz der GTVA Colossus wurde die NTF in die Ecke gedrängt und Bosh floh schließlich in das Nebelsystem hinter dem Knossos-Portal in Gamma Draconis. Die NTF Rebellion war vorüber, aber wer weiss, ob nicht irgendwo die NTF nur auf die Möglichkeit zur Rückkehr wartet.